Choose language

Content

Was ist die ViDA-Richtlinie?

ViDA steht für VAT in the Digital Age und ist die umfassende Modernisierung des EU-Mehrwertsteuersystems. Die Initiative soll die Mehrwertsteuererklärung digitaler gestalten, Mehrwertsteuerbetrug reduzieren und einheitlichere Regeln in den EU-Mitgliedstaaten schaffen.

Für Unternehmen führt ViDA neue Anforderungen für digitale Berichterstattung, elektronische Rechnungsstellung und die Abwicklung grenzüberschreitender Transaktionen ein. Das Ziel besteht darin, die Mehrwertsteuerprozesse effizienter zu gestalten und sicherzustellen, dass Unternehmen und Steuerbehörden mit genaueren und aktuelleren Daten arbeiten.

Obwohl die neuen Regeln schrittweise in den kommenden Jahren eingeführt werden, sollten Unternehmen bereits jetzt überlegen, wie ViDA ihre Finanz- und Buchhaltungsprozesse beeinflussen könnte.

Warum führt die EU ViDA ein?

Die EU schätzt, dass Mitgliedstaaten aufgrund von Fehlern, Betrug und komplexen Regelungen jedes Jahr erhebliche Mehrwertsteuereinkünfte verlieren. Gleichzeitig wurden viele der geltenden Mehrwertsteuern lange vor der digitalen Wirtschaft entwickelt und spiegeln nicht wider, wie moderne Unternehmen tätig sind.

Mit ViDA zielt die EU auf Folgendes ab:

  • Mehrwertsteuerbetrug reduzieren
  • Die Mehrwertsteuererklärung digitaler und automatisierter gestalten
  • Einheitlichere Regeln in der gesamten EU schaffen
  • Grenzüberschreitenden Handel vereinfachen
  • Die Verwaltungslast für Unternehmen im Laufe der Zeit verringern

Die drei Hauptelemente von ViDA

ViDA besteht aus drei zentralen Initiativen zur Modernisierung des Mehrwertsteuersystems.

1. Anforderungen zur digitalen Berichterstattung

Eines der bedeutendsten Elemente von ViDA ist die Einführung von Anforderungen zur digitalen Berichterstattung für grenzüberschreitende B2B-Transaktionen. Anstatt sich hauptsächlich auf periodische Mehrwertsteuererklärungen zu verlassen, werden Unternehmen zunehmend verpflichtet, Transaktionen digital und näher am Zeitpunkt ihrer Durchführung zu melden. Der Zweck besteht darin, Steuerbehörden Zugang zu Daten in nahezu Echtzeit zu verschaffen, damit Fehler und Betrug schneller erkannt werden können.

Für viele Unternehmen entstehen dadurch höhere Anforderungen an hochwertige Daten, Automatisierung und Integration zwischen Finanzsystemen.

2. Elektronische Rechnungsstellung

ViDA macht die elektronische Rechnungsstellung zu einem zentralen Bestandteil der Zukunft der Mehrwertsteuererklärung. E-Rechnungen werden zur bevorzugten Form der Dokumentation für viele grenzüberschreitende Transaktionen und bilden die Grundlage für digitale Berichterstattung. Dies bedeutet, dass Unternehmen zunehmend in der Lage sein müssen:

  • Elektronische Rechnungen ausstellen
  • Elektronische Rechnungen empfangen
  • Sicherstellen, dass Rechnungsdaten digital mit den relevanten Behörden geteilt werden können

Unternehmen, die bereits digitale Rechnungsprozesse nutzen, sind daher in einer stärkeren Position, wenn die neuen Regeln in Kraft treten.

3. Einfachere Mehrwertsteuern in der gesamten EU

ViDA soll auch die Geschäftstätigkeit in der EU vereinfachen. Unter anderem werden bestehende One Stop Shop-Lösungen, auch als OSS bekannt, erweitert. Dies wird es Unternehmen in mehr Situationen ermöglichen, sich auf eine einzige Mehrwertsteuerregistrierung zu verlassen, anstatt sich in mehreren Mitgliedstaaten für Mehrwertsteuer registrieren zu müssen. Das Ziel besteht darin, die Verwaltung zu reduzieren und den internationalen Handel zu vereinfachen.

Wie Acubiz und Compello bei der ViDA-Compliance unterstützen können

Da die Mehrwertsteuererklärung zunehmend digital wird, werden Automatisierung und Datenqualität noch wichtiger. Acubiz hilft Unternehmen, die Handhabung von Ausgaben, Belegen, Rechnungen und Genehmigungsworkflows zu digitalisieren und sicherzustellen, dass Dokumentation von Anfang an korrekt erfasst wird.

Compello stärkt diesen Aufbau durch strukturierte Rechnungsautomatisierung und E-Rechnungsfunktionen. Dies erleichtert die Verwaltung von Rechnungsdaten, vereinfacht die Verarbeitung und unterstützt zukünftige digitale Berichterstattung und Compliance-Anforderungen.

Zusammen helfen Acubiz und Compello Unternehmen, manuelle Verwaltung zu reduzieren, die Compliance zu verbessern und Finance-Teams mehr Zeit für wertschöpfende Arbeit zu geben.

Was bedeutet ViDA für Unternehmen?

Wie ViDA ein einzelnes Unternehmen beeinflusst, hängt von seiner Größe, Branche und internationalen Aktivitäten ab. Viele Unternehmen werden jedoch erhöhte Anforderungen bezüglich der Digitalisierung von Finanzprozessen, Datenqualität, Dokumentation, elektronischer Rechnungsstellung und automatisierter Berichterstattung erleben.

Je früher ein Unternehmen damit beginnt, seine Prozesse und Systeme vorzubereiten, desto einfacher wird der Übergang zu den neuen Regeln sein.

Wann tritt ViDA in Kraft?

Die EU hat ViDA verabschiedet, aber die Umsetzung erfolgt schrittweise über mehrere Jahre. Verschiedene Teile der Initiative haben unterschiedliche Stichtage und geben Mitgliedstaaten und Unternehmen Zeit, ihre Systeme und Workflows anzupassen. Unternehmen sollten daher weiterhin die nationale Umsetzung und die spezifischen Anforderungen überwachen, die in den Ländern gelten, in denen sie tätig sind.

FAQ

ViDA steht für VAT in the Digital Age und ist die Initiative der EU zur Modernisierung des Mehrwertsteuersystems durch digitale Berichterstattung, E-Invoicing und vereinfachte Mehrwertsteuernormen.
Alle Unternehmen, die innerhalb der EU tätig sind, können betroffen sein. Das Ausmaß der Auswirkungen hängt von Faktoren wie den internationalen Aktivitäten des Unternehmens und der Umsetzung der Regeln durch jeden Mitgliedstaat ab.
Nein. E-Invoicing ist nur ein Teil von ViDA. Die Initiative umfasst auch digitale Berichtspflichten und Änderungen der Umsatzsteuervorschriften für grenzüberschreitenden Handel.
Die Regeln werden in den kommenden Jahren schrittweise eingeführt. Unternehmen sollten bereits jetzt prüfen, ob ihre Finanzsysteme und Arbeitsabläufe die kommenden Anforderungen erfüllen.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Digitalisierung der Rechnungsstellung und Spesenverwaltung, die Sicherung hoher Datenqualität und die Automatisierung manueller Prozesse. Dies hilft Unternehmen, sich auf die neuen digitalen Meldeanforderungen vorzubereiten.